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16.7.2001

Quo vadis Kodachrome?

Die Schmalfilmer (es gibt noch welche!) sind auf den Kodachrome 40 angewiesen. Nun gibt es aber Anzeichen für eine Veränderung. In der deutschen Zeitschrift "Schmalfilm" werden in einem ausführlichen Artikel Hinweise geliefert. Hier folgt eine Zusammenfassung:

Die K 40-Filme aus aller Welt werden in Lausanne entwickelt. Die Laufzeiten (aus dem Ausland) und die steigenden Portokosten könnten zu einer weiteren Abwendung vom Schmalfilm führen.
Die Beschwerden über die Qualität der Entwicklung mehren sich. Schuld dürften u.a. die schon betagten Entwicklungsmaschinen sein. Eine neue Maschinerie für den recht komplizierten Kodachrome-Prozess anzuschaffen dürfte ausser Frage stehen. (Die einzigartige und komplizierte Entwicklung ergibt den scharfen und absolut farbstabilen Film, der auch nach einem halben Jahrhundert wie am ersten Tag von der Perlwand leuchtet .)
Als der K 40-Prozess erfunden wurde, war das Wort "Umweltschutz" noch unbekannt. Vor einigen Jahren wurde die Produktion von vorbespurtem Film aus Umweltschutzgründen eingestellt (so die offizielle Version). Die stetige Verschärfung von Umweltvorschriften könnte den Betrieb des Labors zu sehr verteuern oder gar verunmöglichen.
Vor einigen Jahren wurde ein Kodachrome-Minilabor vorgestellt. Das gibt es inzwischen, aber nur für Diafilme. Kodak hätte die Probleme mit einem Schlag vom Hals, wenn das Kodachrome-Material durch Ektachrome ersetzt würde. Der hochempfindliche Super 8 7240 (125 ASA) ist ein Beispiel. Es ist einfacher zu handhaben, umweltfreundlicher und lässt sich in dezentralen Labors einsetzen. Aber ganz klar, die Qualität von Kodachrome wird nicht erreicht.
Diese Gedanken basieren auf dem intern kolportierten Gerücht, Kodak würde die Kodachrome-Materialien in absehbarer Zeit nicht mehr anbieten und durch ein anderes Material ersetzen. Aus Rochester gibt es natürlich keine offizielle Stellungnahme. Und wenn sie kommt, wissen es eh schon alle schon lange.

Noch ein Tipp für jene ,die einen Vorrat an K 40 anlegen: Im Kühlschrank hält sich das Material jahrelange, im Tiefkühler sogar Jahrzehnte.

Zusammengefasst aus der Zeitschrift «Schmalfilm» von Ernst Wolfer.

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Geht es dem Kodachrome KMA 40 bald an den Kragen?

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